Spirometrie Lüneburg – Die Messung der Lungenfunktion

Die Spirometrie ist ein Lungenfunktionstest, mit dem es möglich ist die Lungenfunktion zur Diagnostik und Therapie von Lungenkrankheiten zu messen.

Die Spirometrie, medizinisch.: Spirographie und kurz „LuFu“, wird in unserer Kinderarztpraxis in Lüneburg durchgeführt. Besteht der Verdacht auf eine Lungenerkrankung oder muss der Verlauf einer akuten oder chronischen Lungenerkrankung beobachtet werden, müssen Sie mit Ihrem Kind keine spezialisierte Klinik aufsuchen und anschließend zu uns zurückkehren. Das ist zeitsparend und für Kinder jüngeren Alters stressfreier, da sie mit der Praxis und unserem Kinderarzt vertraut sind.

Hinweis: Im Rahmen eines Gesundheitschecks übernehmen die Krankenkassen die Kosten des Lungenfunktionstests nicht. In diesem Fall müssen Sie die Kosten der Spirometrie als Selbstzahler übernehmen. Im Rahmen der Diagnose, Therapie und Kontrolle akuter und chronischer Lungenkrankheiten ist die Spirometrie eine Kassenleistung und die Kosten werden von den Krankenkassen getragen.

Das sollten Sie zur Spirometrie wissen

Besonders wichtig für eine Spirometrie bei Kindern, der Lungenfunktionstest verursacht keine Schmerzen. Das Tragen der Nasenklammer kann als unangenehm und ein bisschen drückend empfunden werden. Aber Schmerzen verursacht die Spirometrie nicht.

Die Qualität der Messergebnisse hängt ganz wesentlich von der Mitarbeit des Patienten ab. Im Falle unserer Kinderarztpraxis sind es Kinder. Die Spirometrie wird erst ab dem 6. Lebensjahr empfohlen. Ihr Kind muss die Anweisungen des Kinderarztes verstehen und ausführen können. Aus der Erfahrung heraus ist das erst ab etwa dem 6. Lebensjahr möglich.

Wie läuft eine Spirometrie ab?

Die Nase Ihres Kindes wird mit einer Klammer verschlossen, sodass Ihr Kind ausschließlich durch den Mund atmen muss. Dann muss Ihr Kind über ein Mundstück, an das ein Schlauch angebracht ist, der zum Spirometer führt, atmen. Der Kinderarzt gibt Anweisungen, wie Ihr Kind zu atmen hat. Tiefe und Stärke müssen für die Messergebnisse verändert werden. Währenddessen zeichnet der Spirometer die Werte auf, die wir anschließend auswerten können.

Die wichtigsten Messgrößen des Lungenfunktionstests

Die wichtigsten Messgrößen des Lungenfunktionstests sind die Vitalkapazität, die Einsekundenkapazität und die relative Einsekundenkapazität, die auch als Tiffeneau-Index oder FEV1/VC-Wert bezeichnet wird.

Die Vitalkapazität bezeichnet das maximale Luftvolumen, das Ihr Kind imstande ist einzuatmen und auszuatmen.

Die Einsekundenkapazität bezeichnet die beschleunigte Luftmenge, die Ihr imstande ist nach vollständigem Einatmen so schnell wie möglich wieder auszuatmen.

Die relative Einsekundenkapazität ist ein Prozentwert, der in relativem Verhältnis zur Vitalkapazität steht.

Welche Lungenkrankheiten können mit der Spirometrie diagnostiziert werden?

Mit der Spirometrie können verschiedene Lungenkrankheiten diagnostiziert und deren Verlauf kontrolliert werden. Asthma bronchiale und COPD sind zwei typische Erkrankungen der Lunge, die mit Hilfe der Spirometrie diagnostiziert werden. Bei beiden Lungenerkrankungen verringert sich die Einsekundenkapazät und der Atemwiderstand erhöht sich. Asthma bronchiale und COPD sind obstruktive Lungenerkrankungen.

Die Lungenfibrose als restriktive Lungenerkrankungen zeigt sich unter anderem durch eine geringe Vitalkapazität. Auch bei einem Lungenemphysem kann die Spirometrie Aufschluss geben. In diesem Fall ist das Residualvolumen erhöht und die Einsekundenkapazität ergöht sich. Zudem ist der Gasaustausch eingeschränkt, da ein Verlust des Gas austauschenden Gewebes vorhanden ist.

Ergänzende Untersuchungen zur Spirometrie

In der Regel ist die Spirometrie nie einzige Diagnosemöglichkeit. Vor der Spirometrie stehen Voruntersuchungen an. Zuerst erfolgt eine gründliche und ausführliche Anamnese. Im nächsten Schritt erfolgt das Abhören mit einem Stethoskop. Regelmäßige Nebengeräusche und unregelmäßige Atemgeräusche geben einen ersten Verdacht auf eine Lungenkrankheit. Im nächsten Schritt klopft der Kinderarzt den Brustkorb ab. Über den Klopfschall kann der Kinderarzt erkennen, ob zum Beispiel ein Lungenemphysem vorliegt.

Oft geben die Geräusche schon erste Anzeichen einer Lungenerkrankung, sodass die Spirometrie angewandt wird, um den Verdacht zu bestätigen und/oder zu konkretisieren. Möglicherweise sind Laboranalysen des Blutes sinnvoll, die Entzündungen und Immunwerte im Blut bestimmen. Die Spirometrie zur Diagnose einer Lungenkrankheit ist meist nur ein Teil der Untersuchungen zur Diagnose.